Länger und besser leben

„Warum soll ich gesund essen, wenn es mir nicht schmeckt, und verzichten, worauf ich Gusto habe? Dann werde ich halt statt 90 nur 80 Jahre alt!“ Das ist eine weit verbreitete Meinung.

Gegenfrage: Kennen Sie den Spruch „Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben geben“? Die gesunde Ernährung als Teil einer gesunden Lebensführung kann beides: Sie kann das Leben verlängern. Das allein reicht aber nicht. Es geht vor allem darum, die Lebensqualität zu verbessern.

Nehmen wir zwei Beispiele:

  • Hans ist stark übergewichtig, macht kaum Bewegung und hat eine familiäre Belastung für Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Seine Mutter und seine Schwester sind Diabetikerinnen. Hans selbst wird mit 55 zuckerkrank, hat mit 60 Sehstörungen (eine Folge der Zuckerkrankheit) und mit 65 einen Herzinfarkt (auch eine Folge). Nach dem Herzinfarkt ist er stark eingeschränkt, wird sehr schnell müde, kann mit seinen Enkeln nicht Nachlaufen spielen, muss täglich sechs verschiedene Medikamente schlucken und der Arzt hat ihm Schweinsbraten und Bier verboten. Er sitzt den Großteil des Tages beim Fernsehen, eigentlich freut ihn nichts so richtig.

  • In Franz' Familie waren auch einige zucker- und herzkrank. Franz schaut aber auf sich und seine Gesundheit. Er war sein ganzes Leben lang noch nie übergewichtig, selbst jetzt, mit 70, hat er immer noch eine tolle Figur. Franz hat es sich immer gut gehen lassen, aber nur selten über die Stränge geschlagen. Und er ist immer in Bewegung, er kann gar nicht anders: Wandern, Radfahren, Schwimmen, früher Laufen, jetzt Nordic Walken, Langlaufen. Franz fühlt sich rundherum wohl, ist unternehmungslustig und genießt seine Pension. Und die Gesundenuntersuchung alle zwei Jahre bestätigt, dass er pumperlg'sund ist.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch gesunde Ernährung als Teil eines gesunden Lebens bis zu 80 Prozent aller Herzinfarkte, Schlaganfälle und Neuerkrankungen an Typ-2-Diabetes („Alterszucker“) verhindert werden könnten. Würden sich alle so ernähren, wie es ExpertInnen empfehlen, könnten es auch um zwei Drittel weniger Magen- und
Darmkrebsfälle geben.

Lassen wir aber einmal den gesundheitlichen Aspekt außer Acht und denken wir nur ans Wohlbefinden. Ganz ehrlich: Wann fühlen Sie sich wohler in Ihrer Haut: Nach einem üppigen, deftigen oder nach einem leichten, gesunden Abendessen? Am Ende eines Tages, an dem Sie sich zum zehnten Mal vorgenommen haben, dass Sie ab morgen aber wieder gesünder leben wollen, oder am Ende eines Tages, den Sie mit einer Runde Nordic Walken ausklingen ließen?

Sie kombinieren gesunde Ernährung mit viel Bewegung, Nichtrauchen, mäßigem Alkoholkonsum und Bedacht auf Ihr psychisches Wohlbefinden?

Herzlichen Glückwunsch! Dann haben Sie sich  die besten Voraussetzungen
für ein langes, schönes Leben geschaffen!