Warum BIO besser ist
Bio IST besser, das steht außer Zweifel. Denn bio ist umweltfreundlicher, tierfreundlicher, menschenfreundlicher, weniger mit Pestiziden und Nitrat belastet, enthält geringfügig mehr gesunde Inhaltsstoffe und schmeckt vielen besser.
Ja, man kann mit Messer und Gabel die Welt verbessern! Und Bio ist eine der wichtigsten Maßnahmen für eine nachhaltige Ernährung. Biologische Landwirtschaft bedeutet aber mehr als nicht zu düngen und die Tiere artgerecht zu halten. Es kommt auch gar nicht so sehr darauf an, ob Bio-Lebensmittel nun gesünder sind als konventionelle. Und bio allein ist auch nicht genug. Es geht um die Ganzheitlichkeit: bio, regional, saisonal, aus fairem Handel.
Viele Weniger Fleisch zu essen, ist die wirksamste Methode, um mit Messer und Gabel die Welt zu verbessern. (Warum das so ist, können Sie unter „Umwelt- und Tierschutz“ und „Fairness“ lesen.) Wichtig ist auch, zu saisonalen Lebensmitteln zu greifen, die möglichst kurze Transportwege hinter sich haben. Und der Umweltschutz geht zu Hause weiter: Energieeffiziente Haushaltsgeräte (möglichst A+++), Strom sparend kühlen und kochen, Verpackungen sparen und vor allem möglichst selten mit dem Auto Einkaufen Fahren, sondern zu Fuß oder mit dem Fahrrad, das freut die Umwelt und die Gesundheit! Produkte aus fairem Handel runden den Maßnahmenkatalog ab, mit dem jede/-r seinen Beitrag zur Weltverbesserung beim Essen leisten kann.
Denn das Gewissen beim Essen schaut nicht nur auf die Nährstoffe...
„Aber Bio-Produkte sind teurer, das kann ich mir nicht leisten!“
Auch Produkte aus fairem Handel kosten mehr, weil die ProduzentInnen Abnahmepreise erhalten, die deutlich über den Weltmarktpreisen liegen. Aber jetzt einmal ganz ehrlich: Wie viel Geld geben Sie für Dinge aus, die Sie eigentlich nicht wirklich brauchen? Ein neues Handy, diese schönen, ohnehin furchtbar unbequemen Schuhe, das dritte Bier an einem längeren Abend ...
Nur 13 Prozent ihres Haushaltseinkommens geben Herr und Frau ÖsterreicherIn pro Monat für Ernährung und alkoholfreie Getränke aus. Das ist genauso viel wie für Freizeitaktivitäten und weniger als für Wohnen und Energie (22 Prozent) und Verkehr (16 Prozent). Und nicht einmal die Hälfte dessen, was Mitte der 1950er-Jahre fürs Essen bezahlt wurde: Damals gab ein reicherer Haushalt circa ein Drittel seines Einkommens für Ernährung aus, ein ärmerer Haushalt sogar mehr als die Hälfte.
Für die meisten von uns ist die Preisfrage ein fadenscheiniges Argument gegen Bio-Produkte. Wir könnten es uns leisten, die Frage ist nur, ob es uns wichtig ist.

