Umwelt- und Tierschutz
Klimawandel, Luftverschmutzung, Ozonloch, Artenschwund bei Tieren und Pflanzen, Überfischung der Meere, Waldsterben, Wüstenbildung, Müllproblematik, Massentierhaltung, BSE, Maul- und Klauenseuche. Die Liste unserer Umweltprobleme ist lang. Und die Landwirtschaft ist an jedem einzelnen beteiligt. Höchste Zeit also für umweltverträgliche Alternativen!
Aber zurück zu Bio-Haferflocken und Bio-Käsekrainer: Gesünder oder ungesünder als konventionelle Produkte sind sie vielleicht nicht, aber ganz sicher umwelt- und tierfreundlicher. Denn Umwelt- und Tierschutz gehören zu den Prinzipien der biologischen Landwirtschaft. (Mehr dazu lesen Sie hier.)
Der Bereich Ernährung (Lebensmittelproduktion, -verarbeitung, -transport, Handel, Lagerung und Zubereitung) verschlingt 20 Prozent der Energie, die wir verbrauchen, und ist für 20 Prozent der Treibhausgase verantwortlich, die wir produzieren. Den Löwenanteil ist dabei trägt die konventionelle Landwirtschaft, und hier vor allem die Produktion tierischer Lebensmittel.
Der Hauptgrund dafür ist der „Kunstdünger“. Die Herstellung von Stickstoffdünger, so der Fachbegriff, benötigt enorm viel Energie und produziert reichlich Treibhausgase. Im konventionellen Pflanzenbau wird Kunstdünger großzügig eingesetzt. Und die Tiermast verschlingt große Mengen an Futtermitteln, die ebenfalls mit hohem Düngereinsatz hergestellt werden.
Die biologische Landwirtschaft verbietet den Einsatz von Künstdünger. Damit verbraucht sie um circa zwei Drittel weniger Energie und produziert nur die Hälfte der Treibhausgase. Und vermindert die Verschmutzung des Grundwassers. Durch geeignete Fruchtfolge, Gründüngung und Einsatz von Kompost wird die Bodenqualität verbessert. In Bio-Äckern leben wesentlich mehr Würmer, Käfer und Spinnen, die die natürliche Schädlingsbekämpfung unterstützen. Bio leistet nicht zuletzt auch einen Beitrag zur Arterhaltung: Statt einiger weniger standardisierter Sorten, bemüht sich die Bio-Landwirtschaft um eine größere Artenvielfalt und kultiviert auch alte, in Vergessenheit geratene Sorten.
Aus all' diesen Gründen ist der Bio-Landbau – nach einem geringen Fleischkonsum – die wichtigste Maßnahme für Umwelt- und Tierschutz mit Messer und Gabel.

