Zehn Tipps um beim Essen die Welt zu verbessern
Wenn man alle Aspekte berücksichtigt: Umweltschutz, Tierschutz, Fairness gegenüber den Menschen in so genannten Entwicklungsländern und gegenüber heimischen LandwirtInnen, und das eigene Wohlbefinden noch dazu nimmt, kommen diese zehn Tipps heraus:
1. Weniger Fleisch, am besten nur ein Mal pro Woche, dafür mehr pflanzliche Lebensmittel, Fisch wohlüberlegt
- Überdenken und reduzieren Sie gegebenenfalls Ihren Fleischkonsum. Fleisch ist eine Köstlichkeit, kein Grundnahrungsmittel.
- Wenn Sie Fleisch essen, achten Sie auf die Herkunft und die Produktionsbedingungen. Im günstigsten Fall greifen Sie zu Bio-Fleisch aus der Region. Greifen Sie auch zu ökologisch vertretbaren Fischen! Die Gütesiegel helfen Ihnen dabei!
- Mit österreichischen Forellen und Saiblingen aus Wildfang oder Biozucht sowie Alpenlachs treffen Sie auf jeden Fall eine gesundheitlich wie auch ökologisch gute Wahl!
- Nutzen Sie die pflanzlichen Alternativen: Rapsöl als Standardöl in der Küche, Lein- und Walnussöl zum Verfeinern von Salaten. Walnüsse als Snack zwischendurch. (Leinöl gibt’s im Bioladen, im Reformhaus und in vielen Drogerien.)
2. Bio-Lebensmittel
- Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft sind generell umweltschonender, sorgen für gesündere Böden und sind weniger Schadstoff belastet. Bio ist übrigens nur dort drin, wo „aus biologischer(m)/ökologischer(m) Landwirtschaft/Landbau“ draufsteht!
- Ein Bio-Produkt ist aber nicht zwangsläufig umweltverträglicher. Der Bio-Apfel aus Chile hat einen weiten Transportweg hinter sich und damit eine schlechte Ökobilanz.
3. Regionale Lebensmittel, am besten vom Bauernmarkt, Ab-Hof-Verkauf oder vom Erzeuger geliefert
- Das verringert Transportwege, stärkt die lokale Wirtschaft und schafft Vertrauen: Im (Bio-) Hofladen sehen Sie, wo und wie die Ware produziert wird, im Supermarkt nicht.
4. Saisonale Lebensmittel
- Eine frische österreichische Erdbeere im Juni schmeckt nicht nur wesentlich besser als eine spanische im April, sie liefert auch mehr Nährstoffe, weil sie reifer geerntet werden kann. Denn saisonale Lebensmittel müssen üblicherweise auch weniger weit transportiert werden.
5. Lebensmittel aus fairem Handel
- Wenn Sie exotische Früchte, Gemüse und Gewürze kaufen, die in unseren Breiten nicht wachsen, dann achten Sie auf die Produktionsbedingungen. Bevorzugen Sie biologische Produkte, möglichst aus fairem Handel.
- Kaffee, Kakao, Tee und Schokolade sind Genussmittel, Luxusgüter, die uns das Leben schöner machen. Genießen Sie sie deshalb mit Bedacht, denken Sie beim Kauf an jene Menschen, die uns diesen Genuss ermöglichen, und greifen Sie zu Fair-Trade-Produkten. Diese erkennen Sie am grün-blau-schwarzen Gütesiegel.
- Bio-Lebensmittel und Produkte aus fairem Handel sind meist teurer als herkömmliche Ware. Aber ganz ehrlich: Wie oft kaufen wir Lebensmittel, die wir gar nicht brauchen und die auch unserer Gesundheit nicht zuträglich sind? Eine Packung Chips nicht zu kaufen, macht den höheren Preis von Fair-Trade-Kaffee wieder wett.
6. Wenig verarbeitete Lebensmittel (z.B. Erdäpfel statt Pommes, frisch statt tiefgekühlt)
- Das benötigt bei weitem weniger Energie bei der Herstellung und Lagerung.
7. Wenig oder umweltfreundlich verpackte Produkte
8. Energiesparende Haushaltsgeräte (am besten A+++)
9. Einkaufen zu Fuß oder mit dem Rad
- Einkaufen mit dem Auto macht den Umweltvorteil von bio schnell wieder zunichte.
10. Nutzen Sie Ihre Macht als KonsumentIn
- Seien Sie sich dieser Macht bewusst. Einkaufen ist ein moralisch-politischer Akt. Denn letztlich bestimmen Sie mit jeder Ihrer Kaufentscheidungen, was die Lebensmittelwirtschaft produziert und unter welchen Bedingungen.

