So bringen Sie mehr Vollkorn in Ihr Leben!
Wenn Sie bisher wenig oder gar keine Vollkornprodukte gegessen haben, fangen Sie langsam an. Die eine oder andere Scheibe Vollkornbrot, hin und wieder ein Müsli. Steigern Sie die Menge dann langsam! Wenn Sie's zu schnell angehen, könnte Ihr Verdauungssystem Einspruch erheben.
- Ganz wichtig ist auch, dass Sie viel trinken, mindestens 1,5 Liter pro Tag, damit die Ballaststoffe quellen können! Andernfalls kann es zu Verstopfung kommen.
- Essen Sie Vollkorn aber nicht nur deshalb, weil es gesünder ist, sondern schmecken Sie bewusst den herzhafteren Geschmack! Manche Gerichte schmecken aber einfach mit Weißmehl besser. Wie immer in der gesunden Ernährung gilt auch hier: Die ausgewogene Mischung ist optimal.
Mehr Vollkorn bei Brot und Gebäck
- Versuchen Sie, bei mindestens der Hälfte an Brot und Gebäck, das Sie täglich essen, die Vollkorn-Variante.
- Das „Standardbrot“, das man immer zu Hause hat, sollte Vollkornbrot sein. Wenn es eine Selbstverständlichkeit ist, dass alle Vollkornbrot essen, werden sich auch Kinder von klein auf daran gewöhnen.
- Weißbrot und Semmeln sind die Ausnahme, zum Beispiel zum Sonntagsfrühstück.
- Achtung beim Einkaufen! Fast alles, was „Korn…“ heißt, ist nicht Vollkorn: Viele dunkle Brot- und Gebäcksorten sind aus weißem Mehl, das mit Malz dunkel gefärbt wurde. Nur, was wirklich „Vollkorn“ heißt, ist tatsächlich aus Vollmehl. Bei verpackter Ware zeigt's die Zutatenliste auf dem Etikett: „Voll(korn)mehl“ muss als eine der ersten Zutaten genannt sein.
- Trauen Sie sich, Brot auch hin und wieder selbst zu backen. Das ist leichter als gedacht. Unsere Rezepte helfen Ihnen dabei. Klicken Sie hier.
Mehr Vollkorn beim Backen und Kochen
- Bei fast allen Kuchenrezepten kann man weißes durch Vollkornmehl ersetzen.
- Probieren Sie zum Einstieg folgendes: Beginnen Sie, Vollkornmehl in dunkle Teige einzuarbeiten, zum Beispiel in Schokokuchen. Das merkt garantiert niemand. Ersetzen Sie anfangs nur die halbe Menge Mehl durch Vollmehl und steigern Sie langsam.
- Viele Mehlspeisen schmecken mit Vollmehl noch viel besser. Bestes Beispiel: Linzer Torte.
- Geben Sie etwas mehr Flüssigkeit zu, wenn Sie mit Vollmehl backen, damit die Ballaststoffe quellen können.
- Auch beim Kochen gilt: Vollkorn kann man überall einsetzen: Bei Nudeln, Spätzle, Reis, Knödeln, Grieß, Brösel…
- Viele finden Vollkornnudeln zu dunkel und zu kratzig. Es gibt aber einige Gerichte, deren herzhafter Geschmack durch Vollkorn noch unterstrichen wird: Krautfleckerl zum Beispiel, oder Käsespätzle.
- Wenn Sie mit Naturreis kochen, bedenken Sie dessen längere Kochzeit: 45 – 60 Minuten.
- Grießkoch, eine beliebte Kinderspeise, lässt sich mit Dinkelvollkorngrieß zur nährstoffreichen Süßigkeit aufpeppen.
- Bei in Bröseln gewälzten Obstknödeln kann man zur Hälfte Vollkornbrösel verwenden. Man muss sie nicht so stark rösten, und sie sind knuspriger.
- Achten Sie beim Einkaufen auf die Type des Mehls: Je größer diese Zahl ist, desto mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthält das Mehl. Was „Vollkorn...mehl“ heißt, enthält am meisten.
Mehr Vollkorn zum Frühstück
- Vollkorn ist der ideale Start in den Tag, weil es länger satt hält.
- Müsli-Fertigmischungen enthalten oft sehr viel Zucker. Warum nicht selber machen? Aus Flocken, Nüssen, Trockenfrüchten oder frischem Obst. Da weiß man, was drin ist, und billiger ist es auch.
- Vollkornfortgeschrittene können auch Frischkornbrei versuchen: Frisch geschrotetes, eingeweichtes Getreide nach Belieben mit Obst, Milch, Jogurt und dergleichen vermischen. (Dafür braucht man allerdings eine Getreidemühle.)
- Sie können Ihr Müsli übrigens kalt oder warm essen: Kalt Einweichen dauert länger, am besten macht man es über Nacht. Dabei aber unbedingt in den Kühlschrank stellen, damit sich keine Keime vermehren. Schneller geht das Einweichen in heißer Flüssigkeit. Dabei gehen allerdings einige Vitamine verloren, vor allem Folsäure ist sehr hitzeempfindlich.

